Marie Ellenrieder
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German artist (1791-1863)
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Die Konstanzer Malerin Marie Ellenrieder | Textdestille
Artikel über das Leben, Werk und die Karierre der badischen Hofmalerin Marie Ellenrieder (1791-1863) aus Konstanz.
textdestille.de →Sie war die erste Frau, die an einer deutschen Kunsthochschule studieren konnte und die erste Frau, die in Baden Kunst für Kirchen malen durfte: die Konstanzer Malerin Marie Ellenrieder (1791-1863). Anlässlich der Blogparade „Frauen und Erinnerungskultur femaleheritage“ der Monacensia im Hildebrandhaus habe ich mich etwas näher mit dem Leben und der Karriere von Marie Ellenrieder beschäftigt. Marie Ellenrieder wurde 1791 in Konstanz als jüngste von vier Töchtern einer wohlhabenden Bürgerfamilie geboren. Konstanz gehörte zu dieser Zeit zu Vorderösterreich und hatte gerade mal um die 4000 Einwohner. Maries Vater war bischöflicher Hofuhrmeister, ihre Mutter stammte aus einer bekannten Malerfamilie. Sie war die Tochter des Kirchenmalers Franz Ludwig Hermann (1723-1791). Die vier Töchter von Konrad und Anna Maria Ellenrieder wuchsen behütet in Konstanz auf, obwohl die Stadt in den Jahren nach Marie Ellenrieders Geburt als Folge der Französischen Revolution turbulente Zeiten erlebte und mehrfach besetzt wurde. Ebenso wie ihre Schwestern erhielt auch Marie Ellenrieder ihre vierjährige Schulausbildung in der Schule des Dominikanerinnenklosters Zoffingen. Im Lehr- und Arbeitsinstitut Zoffingen wurde viel Wert auf Hausarbeit und religiöse Unterweisung gelegt, wohingegen der Vermittlung von Wissen weniger Zeit gewidmet wurde. Die Klosterschule Zoffingen war zu dieser Zeit die einzige Bildungseinrichtung für Mädchen in Konstanz. Eine höhere Mädchenschule gab es erst ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. 1805 Ellenrieder war 14 Jahre alt und ihre Schulzeit lag schon einige Jahre zurück fiel Konstanz durch den Frieden von Pressburg an das Großherzogtum Baden. Selbstbildnis 1819, Öl auf Leinwand, Rosgartenmuseum Konstanz. Marie Ellenrieder, Public domain, via Wikimedia Commons Bereits in der Klosterschule hatte Marie Ellenrieder häufig Belobigungen für ihre schöne Schrift bekommen. In ihren Jugendjahren zeigte sich dann auch ihr künstlerisches Talent. Mit 19 Jahren begann sie eine Lehre bei dem in Konstanz ansässigen Miniaturenmaler Joseph Einsle, die sie nach drei Jahren beendete. Die Miniaturenmalerei war zu dieser Zeit in bürgerlichen Kreisen beliebt und wurde häufig von weiblichen Kunstschaffenden ausgeübt. Vielleicht gegen Ende ihrer Lehrzeit, vielleicht auch schon früher, wurde Ignanz Heinrich von Wessenberg (1774-1860), Generalvikar des Bistums Konstanz, auf die junge Künstlerin aufmerksam. In ihm fand sie einen Mentor, der sie über viele Jahre hinweg fördern würde. Es ist Wessenberg zu verdanken, dass Marie Ellenrieder als erste Frau an einer deutschen Kunstakademie zum ordentlichen Studium zu gelassen wurde: 1813 begann sie ihr Studium an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste in München, wo sie bis 1816 studierte. Nach dem Abschluss ihres Studiums kehrte Ellenrieder nach Konstanz zurück und lebte wieder in ihrem Elternhaus. Dort hatte der Vater ihr ein eigenes Atelier eingerichtet. Erste Aufträge erhielt sie durch die Vermittlung ihres Mentors Wessenberg und ihre Begabung für die Porträtmalerei sprach sich bald über die Stadtgrenzen hinaus herum. In den folgenden Jahren porträtierte sie u. a. die Fürstenfamilie von Fürstenberg und fertigte erste Arbeiten für das Haus Baden. 1820 erhielt sie dann den Auftrag für die St. Nikolauskirche in Ichenheim drei Altarbilder zu schaffen und war damit die erste Frau, die in Baden Kunst für eine katholische Kirche fertigen durfte! 1822 brach die Malerin zu einer langersehnten Reise nach Rom auf. Dort wohnte sie mit ihrer Freundin Katharina von Predl (1790-1871) zusammen, die sie bereits aus der Münchner Zeit kannte und die schon längere Zeit in Rom lebte. Ellenrieder arbeitete viel während der Jahre in Rom. Sie studierte und kopierte Werke alter Meister, schuf aber auch eigene Bilder. In Rom lernte Marie Ellenrieder auch die wenige Jahre ältere Weimarer Malerin Louise Seidler (1786-1866) kennen, mit der sie auch später in Kontakt blieb. Prägend für ihren Kunststil wurde die Be
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Wikidata facts
- Instance of
- human
- Given name
- Marie
- Gender
- female
- Citizenship
- Grand Duchy of Baden
- Place of birth
- Constance
- Place of death
- Constance
- Occupation
- artist
- Educated at
- Academy of Fine Arts, Munich
- Languages spoken
- German
- Religion
- Catholicism
- Field of work
- printmaking
- Image
- Marie Ellenrieder Selbstbildnis 1819.jpg
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- Commons category
- Marie Ellenrieder
- date of birth
- 1791-03-20
- date of death
- 1863-06-05
- Commons Creator page
- Marie Ellenrieder
- Commons gallery
- Marie Ellenrieder
- has works in the collection
- National Museum of Art, Architecture and Design
- described at URL
- textdestille.de/marie-ellenrieder-badische-hofmalerin
- name in native language
- Marie Ellenrieder
- archives at
- Baden State Library
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