Martin Fleischmann
Sign in to saveBritish chemist (1927–2012)
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- Analysis of Sacharomyces cerevisiae prp20 mutants reveals two distinct functional domains in the Prp20 protein
- Ultramicroelectrodes
- Electrochemically induced nuclear fusion of deuterium
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- 1989
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- 1996
Discography
- Power of Limits1992
- Fleischwolf1993
- Das Treibhaus1994
- Hunger1995
- Ohne Traurigkeit1995
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- Fitting Linear Mixed-Effects Models Using
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- Bias in meta-analysis detected by a simple, graphical test
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Martin Fleischmann | Stolpersteine in Berlin
stolpersteine-berlin.de →Auf der Seite „Stolpersteine Finden“ bieten wir eine Karte an, die über Maptiler eingebunden wird. Martin Fleischmann wurde am 22. November 1892 in Berlin als Sohn jüdischer Eltern geboren. Nach dem Abschluss der Volksschule machte er eine Ausbildung als Damenschneider und legte 1910 die Gesellenprüfung ab. Im Ersten Weltkrieg war er Husarenoffizier, politisch war er deutschnational eingestellt. Am 11. September 1926 heiratete Martin Fleischmann auf dem Standesamt Wedding die zwölf Jahre jüngere Elli Müncheberg. die ebenfalls gebürtige Berlinerin war. Wenige Wochen später, am 3. November, wurden die Zwillinge Sonja und Waltraut geboren. Waltraut starb kurz nach der Geburt. Mit seiner Familie wohnte Martin Fleischmann ab 1926 in der Stockholmer Straße 29 (heute auf Höhe der Hausnummer 28) im Wedding. Später lebte auch seine Schwiegermutter mit im Haushalt. Zusammen mit seiner Frau Elli führte Martin Fleischmann einen Betrieb als Zwischenmeister und beschäftigte durchschnittlich etwa zwanzig, zwischenzeitlich bis zu vierzig Näherinnen in Heimarbeit. Die fertige Ware, hauptsächlich Damenjacken und -mäntel, wurde an Konfektionshäuser geliefert. Elli Fleischmann, die gelernte Stenotypistin war und an der Handelsschule einen Abschluss als Buchhalterin und Finanzprüferin absolviert hatte, kümmerte sich um die Buchhaltung. Neben den Rohmaterialien wurden die wöchentlich etwa 800 bis 1000 Mäntel und Jacken bis zur Auslieferung im Flur ihrer Wohnung gelagert. Auch zwei Bügler und ein Zuschneider waren in der Wohnung tätig. Die Geschäfte liefen gut, zweimal im Jahr konnte die Familie Urlaub machen und verreisen. Nach Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft lief der Betrieb von Martin und Elli Fleischmann noch kurze Zeit fast ohne Einschränkungen weiter, da die Auftragslage zunächst noch stabil blieb. Doch schon 1934 war der antisemitische Boykott deutlich spürbar, immer weniger Firmen ließen ihre Ware bei ihnen produzieren. Elli Fleischmann, die nicht jüdisch war, wurde unter Druck gesetzt, sich von ihrem Mann scheiden zu lassen. Doch sie hielt zu ihm. Auch ihr Vater wurde zur Gestapo vorgeladen und damit konfrontiert, dass seine Tochter mit einem Juden verheiratet ist. Er antwortete, dass Martin Fleischmann der beste seiner drei Schwiegersöhne sei. 1935 wurde Martin Fleischmanns achtjährige Tochter Sonja Opfer des nationalsozialistischen Terrors. Ein Scharführer der Hitlerjugend trat ihr auf den Stufen vor ihrem Wohnhaus so brutal in den Unterleib, dass sie am 14. Oktober 1935 an den Folgen starb. Anfang Dezember 1938 musste Martin Fleischmann seinen Betrieb zwangsweise schließen. Nach einem halben Jahr Arbeitslosigkeit wurde er von der Firma Seibel & Poremba, an die er früher geliefert hatte, angestellt. Durch seine nichtjüdische Ehefrau blieb Martin Fleischmann von der Deportation verschont, aber er war weiter massiver Verfolgung ausgesetzt. Ab September 1941 musste er Zwangsarbeit als Flickschneider leisten. Für einen Stundenlohn von 50 Pfennig wurde er gezwungen, bis zu zehn Stunden täglich Wehrmachtsuniformen auszubessern. Ab dem 19. September 1941 musste er den „Judenstern“ tragen, er erhielt nur rationierte Lebensmittelkarten und ab 1942 keine Kohlekarten mehr. Am 16. Mai 1944 wurde sein Sohn Michael geboren. Zwei Monate später, am 21. Juli 1944, einen Tag nach dem missglückten Attentat auf Hitler, wurde Martin Fleischmann von SS-Angehörigen gewaltsam aus seiner Wohnung geholt. Vier Männer, angeführt von Erwin Benkendorf, der als einziger in Zivil war, kamen im Anschluss an eine Sitzung der Ortsgruppe Koloniestraße in die Stockholmer Straße 29. Martin Fleischmann und seine Frau waren an dem Abend früh zu Bett gegangen und schliefen bereits, als es an der Wohnungstür klopfte. Elli Fleischmann öffnete und erschrak sehr, als sie Benkendorf dort stehen sah. Eine Nachbarin hatte sie kurz zuvor gewarnt, Benkendorf habe gesagt, bevor er an die Front gehe, werde er den Juden Fleischmann fertigmachen. Elli Fleischmann versuchte ver
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- Number of children
- 3
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- name in native language
- Martin Fleischmann
- date of birth
- 1892-00-00
- date of death
- 2012-08-03
- Commons category
- Martin Fleischmann
- P8168
- Saint-Péver
- described at URL
- www.stolpersteine-berlin.de/biografie/148
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