Gemälde von William Adolphe Bouguereau
Nymphen und Satyr ist ein lebensgroßes Ölgemälde des französischen Malers William Adolphe Bouguereau, das er 1873 malte und das eines seiner erfolgreichsten Werke war. Es zeigt, wie drei nackte Nymphen einen Satyr spielerisch in einen Waldteich ziehen, nachdem sie ihn dabei ertappten, wie er sie beim Baden beobachtete. Eine vierte ruft nach den Gefährtinnen, die im Hintergrund zuschauen. Der Satyr ist als mythischer Tiermensch mit den Hinterbeinen und Hörnern einer Ziege, dem Schwanz und den Ohren eines Pferdes sowie dem Oberkörper eines Mannes dargestellt, ein Huf befindet sich bereits im Wasser. Da Satyrn nicht schwimmen können, verwandelt sich seine Lust in Panik. Der offensichtliche Mittelpunkt des Gemäldes sind die nackten Pobacken der mit dem Rücken zum Betrachter gekehrten Nymphe. Während des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts zog das Gemälde Menschenmengen an. Das Bild gelangte nach seiner ersten Ausstellung in Paris direkt nach Amerika, wo es allein durch Reproduktionen und eine veröffentlichte Strichzeichnung an Bekanntheit gewann, als es, in einer New Yorker Hotelbar ausgestellt, zur Sensation wurde. Die Strafverfolgung durch einen gesetzlichen Sittenwächter machte es erst recht berühmt. 1942 wurde es von Robert Sterling Clark erworben und ist heute im Sterling and Francine Clark Art Institute in Williamstown (Massachusetts) ausgestellt, galt davor aber 40 Jahre lang als verschollen, weil ein Käufer die damals als anrüchig geltende Darstellung vor der Öffentlichkeit wegsperrte.
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