Also known as Ricardo–De Viti–Barro equivalence theorem, Ricardian equivalence proposition
Economic theory
Die Ricardianische Äquivalenz bzw. das Ricardianische Äquivalenztheorem (auch Ricardo-Barro-Äquivalenz) basiert auf einem von David Ricardo ursprünglich erörterten Konzept, wonach Steuersenkungen sich als nicht konjunkturanregend erweisen, wenn die privaten Wirtschaftssubjekte die Höhe der gesenkten Steuern nicht zu realwirtschaftlichen Ausgaben verwenden, sondern sparen, weil sie befürchten, dass die aufgrund der Steuersenkungen erhöhte Verschuldung des Staates später in Form von Steuererhöhungen wieder kompensiert werden wird. Ricardo selbst hat sein Konzept wieder verworfen, seine Gültigkeit letztlich abgelehnt. 1974 wurde von Robert Barro die „Ricardianische Äquivalenz“ neu aufgegriffen und als Barro-Ricardo-Äquivalenzproposition anerkannt. Sie stellt eine neoklassische Gegenposition zur Höhe der konjunkturellen Wirkung des keynesianischen Deficit spending dar. In der Praxis kann eine vollständige Äquivalenz nicht festgestellt werden.
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