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EntityQ484140· pop 30· linked from 171 articles

Also known as medial s, descending s, long s, s, long ess

lateinischer Buchstabe

Key facts

Writing system
Latin
Development
s ſ
Time period
700s to 1900s

via Wikipedia infobox

Wikidata facts

Instance of
lowercase letter
Image
Fonts-langes-s.jpg
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derivative work
Q9691
Unicode character
ſ
Commons category
Long s
Unicode block
Latin Extended-A
different from
integral symbol
Commons gallery
Langes s
Sources (1)

via Wikidata · CC0

Article · Deutsch

Das lange s (auch Lang-s) „ſ“ ist eine grafische Variante des Buchstabens „s“ oder, sprachwissenschaftlich, eine stellungsbedingte allographische Variante des Graphems „s“. Das „ſ“ ist durch seinen vertikalen Schaft charakterisiert und bildet den ersten Bestandteil der beiden Ligaturen „ſʒ“ („ſz“) und „ſs“, die als Ursprung des deutschen Buchstabens „ß“ angenommen werden. Das „ſ“ wird in den heute üblichen „runden“ Schriften (Antiqua-Schriften) normalerweise nicht mehr verwendet, ist jedoch kein Verstoß gegen die Orthographie, da in den neuen (wie schon in den alten) Rechtschreibregeln keine Vorschriften zu ihrer allographischen Umsetzung gemacht werden. Im Gegensatz zu dem seit dem 29. Juni 2017 (rechtschreiblich) gültigen großen „ẞ“ gibt es das „lange ſ“ nur als Kleinbuchstaben. In gebrochenen Schriften ist die Verwendung des „ſ“ parallel zum runden s nach historisch gewachsenen Regeln konventionalisiert. Dabei wird das „ſ“ im Deutschen für das s-Graphem im Anlaut oder Inlaut einer Silbe geschrieben, während im Auslaut einer Silbe das runde s oder Auslaut-s gebraucht wird. Früher kam das lange s in allen romanischen ebenso wie den deutschen, englischen, niederländischen, westslawischen und den skandinavischen Schriftformen vor.

Abstract from DBpedia / Wikipedia · CC BY-SA