Also known as school fiction
Literaturgattung
Die Schulerzählung ist ein international vertretenes, kulturspezifisch ausdifferenziertes Genre der erzählenden Literatur und des Films, im weiteren Sinne auch von Drama und Hörspiel. In diesem Genre ist die Schule Thema und Haupt- oder Nebenschauplatz. Die an ihr beteiligten Akteure, also insbesondere die Lehrkräfte und Schüler, sind die Hauptfiguren; Nebenfiguren stellen insbesondere Eltern und Vertreter von Schulbehörden dar. Adressaten von Schulerzählungen können sowohl Erwachsene als auch Kinder und Jugendliche sein, manche richten sich als an alle Altersgruppen. Die Adressierung ist häufig daran zu erkennen, ob vorwiegend aus der Schüler- oder Lehrerperspektive erzählt wird. Eine Sonderform der Schulerzählung, die von der Grundschule bis zum Gymnasium alle gängigen Schulformen thematisieren kann, ist der Internatsroman. Neben der so bestimmten Schulerzählung als Genre gibt es eine Fülle von literarischen, filmischen oder sonstigen medialen Werken (bspw. Kabarett), in denen Schule und deren Akteure eine prominente Rolle spielen (vgl. Liste der Schulerzählungen in Literatur und Medien), sei es als Episode, als Nebenschauplatz oder als thematische Facette. Prominente literarische Beispiele sind hier bspw. Karl Philipp Moritz’ Anton Reiser (1785 f.), Theodor Fontanes Mathilde Möhring (1896), Ludwig Thomas Lausbubengeschichten (1905), Ernst Glaesers (1928), Erich Maria Remarques Im Westen nichts Neues (1928) oder Martin Walsers Ein fliehendes Pferd (1978). Diese zahlreichen Werke gilt es zu beachten, wenn sich das Interesse auf künstlerische Entwürfe der Bildungseinrichtung Schule richtet.
Abstract from DBpedia / Wikipedia · CC BY-SA
Discovered by embedding cosine similarity (sentence-transformers MiniLM, 384-dim).