Bezeichnung für die Gesamtheit der wichtigsten Gesetzeswerke in Südkorea, Japan und Taiwan
Als Sechs Kodifikationen bezeichnet man in drei ostasiatischen Ländern die Gesamtheit der wichtigsten Gesetzeswerke. In der Republik China auf Taiwan tragen sie die Bezeichnung „liùfǎ“ (六法), in der Republik Korea (Südkorea) „yukbeop“ (Hanji: 六法, Hangul:육법) und in Japan „roppō“ (Kanji: 六法, Kana: ろっぽう). Entstehungsgeschichtlich sind die Sechs Kodifikationen der drei Staaten verschiedenen Zeitphasen zuzuordnen. Die früheste Rechtsreform, welche die Sechs Kodifikationen hervorbrachte, fand in Japan im Zuge der Meiji-Restauration statt. Nach der politischen Vereinigung der zuvor im Bürgerkrieg zersplitterten Republik China konnten diese Gesetzeswerke zwischen 1929 und 1946 geschaffen werden. In der erst nach dem Zweiten Weltkrieg entstandenen Republik Korea (Südkorea) entstanden die Sechs Kodifikationen zuletzt. Der Systemwechsel Japans nach dem Zweiten Weltkrieg machte schließlich eine neue Verfassung erforderlich.
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