Also known as point-free style programming
Programmierparadigma
Punktfreie Programmierung bietet die Möglichkeit der Programmierung auf Funktionsniveau an. Mit Punkten sind die in der Notation des Lambda Kalküls (λx.λy.M) gebräuchlichen Bindungen an Variablen gemeint. Die erste bekannte punktfreie Programmiersprache war ein FP-System von John W. Backus, das er in einem Aufsatz anlässlich zur Verleihung des Turing Award 1977 vorstellte. Er nannte dieses FP (vom englischen Functional Programming), obwohl es eine PF (punktfreie Programmiertechnik) war, in der er einen variablenfreien Stil propagierte. Dieser variablenfreie Stil wurde durch die Verwendung der Komposition erst ermöglicht. Da er die Verwendung von Variablen vermied, nutzte er stattdessen Zahlen als Selektoren, die auf die Positionen eines Arrays, den er im Argument einer Funktion anbot, zugriffen. Es kamen auch eine begrenzte Anzahl von programmformenden Kombinatoren zum Einsatz, mit deren Hilfe einfache Primitive und Programme zu komplexeren Programmen zusammen gebaut wurden. Heute kennt man auch den punktfreien Stil als variante Verwendung in der rein funktionalen Programmiersprache Haskell. Auch die Programmiersprache FP trivia, die eine Fortsetzung der backus'schen FP-Systeme darstellt, versucht, diesen Stil zu verwenden; allerdings können auch Instanzenvariablen zu besseren Dokumentation der Programme – im selben punktfreien Stil – angewendet werden. Nicht zu vergessen sind die konkatenativen Sprachen mit deren bekanntesten Programmiersprache Joy, die viele Nachahmer gefunden hat. Die Stacksprachen haben erstaunlicherweise eine gewisse Popularität, obwohl sie Probleme des Parameterstacks mit der Ausnahmenbehandlung haben.
Abstract from DBpedia / Wikipedia · CC BY-SA
Discovered by embedding cosine similarity (sentence-transformers MiniLM, 384-dim).