japanischer Abenteurer und Schriftsteller
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Tenjiku Tokubei (jap. 天竺徳兵衛, * 1612 in Sendō (船頭; heute: Sendō-machi, Takasago-chō, Takasago, Präfektur Hyōgo); † um 1692 ebenda) war ein japanischer Abenteurer und Schriftsteller des frühen 17. Jahrhunderts. Er bereiste Südostasien und Indien, daher sein Spitzname „Tenjiku“ (天竺, dt. „Indien“). Sein Vater war ein Salzgroßhändler. Im Alter von 14 Jahren wurde Tokubei im Jahre 1626 von einer Handelsgesellschaft in Kyōto angestellt. Er verfolgte kommerzielle Aktivitäten in Siam (Thailand) und Magadha (Indien) an Bord japanischer Rotsiegelschiffe. Es ist auch überliefert, dass er mit dem holländischen Abenteurer Jan Joosten in Indien war und dort Handel trieb. Nach seiner Rückkehr nach Japan und dem Beginn der Isolationspolitik (Sakoku) schrieb Tokubei ein Essay mit dem Titel Tenjiku Tōkai Monogatari (dt. Erzählungen von Reisen nach Indien) über seine Abenteuer in fremden Ländern, das in Japan sehr populär wurde. Er wird manchmal als der Marco Polo Japans bezeichnet. Er starb im Alter von 80 Jahren in seiner Heimatstadt.
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