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Thaiisierung

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politisch-kultureller Prozess in Thailand, Doktrin der ethnischen und religiösen Vereinheitlichung

Wikidata facts

Instance of
transculturation
Country
Thailand
Sources (1)

via Wikidata · CC0

Article · Deutsch

Thaiisierung (thailändisch การแผลงเป็นไทย, kan-phlaeng-pen-thai) bezeichnet den Prozess, durch den Grenzgebiete des Königreichs Thailand sowie ethnische und religiöse Minderheiten der Lebensweise, Kultur und Wirtschaft der Thais in Zentral-Thailand angepasst wurden. Einerseits ist dieser Prozess eine natürliche Folge der Modernisierung des Landes, die auch die äußeren Regionen einbezieht, andererseits wurden aber in der Vergangenheit auch gezielte Maßnahmen zur Unterdrückung oder Behinderung von Randkulturen seitens der Thais unternommen. Seit den siebziger Jahren hat sich dieser Prozess abgeschwächt und heute können landesweit Menschen verschiedener Kulturen ihre Muttersprache sprechen und ihre eigene Kultur leben, wie es in der Verfassung Thailands niedergelegt ist. Im Jahr 2018 wurde eine modifizierte Thaiisierung Teil des Staatsziels und die Regierung fördert nationalistische Bewegungen. Die Thaiisierung erfasste hauptsächlich Ethnien am Rande des Landes, deren Sprache und Kultur sich von den Zentral-Thais unterschieden, so zum Beispiel die Lao im Isan, die Bergvölker in Nord-Thailand und im Westen des Landes sowie die muslimischen Malaien in Süd-Thailand. Auch größere Gruppen von eingewanderten Chinesen und Indern wurden der Thaiisierung unterzogen. Während sich die ebenfalls buddhistischen und eingewanderten Chinesen relativ leicht und schnell assimilierten und integrierten, scheiterten die Thaiisierungsversuche bei den alteingesessenen muslimischen Malaien bis heute weitgehend.

Abstract from DBpedia / Wikipedia · CC BY-SA

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