Also known as Augspurg, Anita Theodora Johanna Sophie Augspurg
जर्मन न्यायविद, अभिनेत्री, लेखक और कार्यकर्ता
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Biografie von Anita Ausgpurg (1857-1943), deutsche Frauenrechtlerin und Juristin
fembio.org →Sie war eine Rebellin in ihrem Denken und Handeln, ihren Gegnerinnen missfiel sie, ihre Befürworterinnen bewunderten sie, gleichgültig war sie niemandem. Die Rede ist von Anita Augspurg, einer bedeutenden oder sogar der bedeutendsten Frau des sogenannten radikalen Flügels der ersten Frauenbewegung, der vor allem durch seinen Einsatz für das Frauenstimmrecht Anfang des 20. Jahrhunderts bekannt wurde. Anita Augspurg wurde am 22. September 1857 in Verden an der Aller, einer niedersächsischen Kleinstadt, geboren. Ihr Vater war Landgerichtsrat und Notar, ihre Mutter kam wie der Vater aus einer Akademikerfamilie. Die Tochter, einen Nachkömmling (vor ihr waren schon zwei Schwestern und zwei Brüder geboren worden) erzogen sie liebevoll und freiheitlich - beste Voraussetzungen, um Selbstbewusstsein und eigenen Willen eines Kindes zu fördern. Erste Versuche nach Beendigung der Schulzeit, sich als Schauspielerin den Lebensunterhalt zu verdienen, scheiterten; erfolgreich war dann aber die Einrichtung eines Fotoateliers mit der Freundin Sophia Goudstikker in München im Jahre 1887. Beide Frauen durchbrachen mit ihrem Aussehen und Verhalten die Schranken bürgerlich-weiblicher Schicklichkeit. Sie trugen einen kurzen Haarschnitt, Pluderhosen, fuhren Fahrrad und ritten im “Herrensitz” auf ihren Pferden. Auf Dauer genügte Anita Augspurg das Geschäfts- und Bohèmienneleben in München nicht. Nach ersten Kontakten mit der Frauenbewegung in München und der Beschäftigung mit der Rechtsstellung von Frauen entschloss sie sich zu einem Jurastudium in Zürich, das sie 1897 mit dem Dr. jur abschloß. Ein Jahr später gründete sie mit der Freundin und späteren Lebensgefährtin Lida Gustava Heymann in Hamburg einen ersten deutschen Zweigverein der Internationalen Abolitionistischen Föderation (IAF). Diese aus Amerika kommende Organisation kämpfte gegen die Freiheitsbeschränkungen von Prostituierten. Sich in Deutschland für Prostituierte einzusetzen, war damals ein kühnes Unterfangen. Anfang 1902 gründete Anita Augspurg, wiederum gemeinsam mit Lida Gustava Heymann, in Hamburg den ersten deutschen Stimmrechtsverband - Frauen waren von allen Wahlrechten, dem Dreiklassenwahlrecht und dem demokratischen zum Reichstag ausgeschlossen. Das Frauenstimmrecht forderte bis zu diesem Zeitpunkt nur die sozialdemokratische Partei, nicht einmal die bestehenden Frauenorganisationen. Mit der Gründung des Stimmrechtsvereins hatte sich endgültig der radikale Flügel der Frauenbewegung herausgeschält, der mit Aktionen und auch spektakulären Auftritten auf sich aufmerksam machte. Im ersten Weltkrieg gehörte Anita Augspurg zu der kleinen Gruppe von Kriegsgegnerinnen; 1915 nahm sie mutig an der daheim verfemten internationalen Frauenfriedenskonferenz in Den Haag teil. Erschüttert über das Scheitern einer ersten demokratischen Staatsform nach dem Tod Kurt Eisners, lebten Augspurg und Heymann bis 1933 zurückgezogen in Bayern. Als Hitler zum Reichskanzler ernannt wurde, kehrten sie von ihrer jährlichen Winterreise nicht mehr nach Deutschland zurück. Mittellos, unterstützt von Freundinnen aus der internationalen Frauenbewegung, zogen sie in den ersten Jahren zwischen den Wohnungen von FreundInnen in der Schweiz und in anderen Ländern hin und her; ab 1937 wohnten sie in einer Dachwohnung in Zürich. Anfang 1943 erkrankte Lida Gustava Heymann an Krebs; am 31. Juli starb sie - es fiel ihr unendlich schwer, Abschied von der hilfsbedürftigen, an Altersdemenz leidenden Freundin zu nehmen. Anita Augspurg starb, knapp fünf Monate später, am 20. Dezember 1943 in Zürich. (Text von 2006) Frauen und Mütter Deutschlands, die ihr diesen Weltkrieg mit erlebt habt, müsst ihr nicht alle bereit sein, zu tun, was in euren Kräften steht, die kommenden Geschlechter vor gleichen Katastrophen zu bewahren. (Anita Augspurgs am Ende des Ersten Weltkriegs in einem Aufruf zusammen mit Lida Gustava Heymann; Quelle ) Die Frauenfrage ist zwar zum großen Teil Nahrungsfrage, aber vielleicht in noch höherem Maße Kult
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