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Peruzzi
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thumb|right|Peruzzi family coat of arms

Wikidata facts

Instance of
family
Occupation
banker
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Commons category
House of Peruzzi
Sources (2)

via Wikidata · CC0

Article · Deutsch

Die in Florenz ansässigen Peruzzi waren vom 13. Jahrhundert bis zum Jahr 1343 eines der größten Bankhäuser und eine der größten Handelsgesellschaften Europas. Ihr Vermögen hatte die Familiengesellschaft im Weizenhandel mit Süditalien gemacht. Giovanni Villani behauptete, sie seien mit 600.000 Florin bankrottgegangen, nachdem sie dem englischen König Edward III. für seine Vorhaben gewaltige Kredite gegeben hatten. Um 1300 war es den großen Florentiner Gesellschaften gelungen, den Weizenexport Süditaliens, das seit 1268 die Anjou zunächst unter Karl I., dann Karl II. beherrschten, zu steuern. Sie kauften dort die gewaltigen, in den Städtelandschaften Oberitaliens nachgefragten Getreidemengen auf und boten dafür vor allem toskanische Tuche, die sie überwiegend in Neapel verkauften. Dabei kam ihnen entgegen, dass einerseits die Anjou hochfliegende Eroberungspläne verfolgten, denn sie wollten Byzanz erobern, andererseits stürzte 1282 ein Volksaufstand (die Sizilianische Vesper) die Anjou auf Sizilien und rief das iberische Königshaus Aragón auf den Plan, dem die Insel zufiel. Die an diesen Kämpfen beteiligten Mächte brauchten sprunghaft viel mehr Geld, um ihre Ziele zu verfolgen, so dass sie alles daran setzten, die Rohwaren ihrer Länder zu verkaufen. Dieser Getreidehandel machte die Florentiner Bankhäuser der Peruzzi, aber auch die Bardi und Acciauoli, die den Handel unter sich aufteilten und sogar die Venezianer zeitweise verdrängten, ganz außergewöhnlich reich. In der Geschichtswissenschaft wird meist von den Peruzzi geschrieben, womit ein Familienunternehmen gemeint ist, ohne dass weiter differenziert wird. In der Tat waren die meisten Compagnie ursprünglich Familiengesellschaften, etymologisch aß man das gleiche Brot (pane), gehörte also zu einem gemeinsamen Haushalt. Doch spätestens im 13. Jahrhundert waren so viele Anteilseigner hinzugekommen, die nicht der Familie angehörten, dass man von gemischten Gesellschaften spricht. Andererseits hatte noch lange nicht jeder Angehörige der Familie Einfluss, so dass sich eine begrenzte Zahl von Peruzzi herausschälen lässt, die die Firma tatsächlich führten. Wieder andere hatten zwar in der Firma keinen großen Einfluss, doch hatten sie politische, militärische oder religiöse Positionen inne, durch die sie die Verhältnisse zugunsten der Firma beeinflussen konnten. Die Peruzzi spielten für die politische Geschichte von Florenz ebenfalls eine erhebliche Rolle. Sie stellten mindestens zehn Gonfalonieri, füllten also das höchste städtische Amt aus, dazu kamen 54 Prioren; einige von ihnen wurden zu Rittern geschlagen.

Abstract from DBpedia / Wikipedia · CC BY-SA