Die Prostitution in Afghanistan (persisch: روسپی گری در افغانستان) ist illegal. Von den Taliban werden die Beteiligten wegen Zinā mit der Todesstrafe bestraft. Solange in Afghanistan nicht die Taliban herrschten, gab es Strafen zwischen 5 und 15 Jahren Haft. Das Land ist zutiefst religiös und eines der islamisch-konservativsten Länder der Welt, in denen Sex außerhalb der Ehe gegen das Gesetz verstößt. Trotz Verbots soll Prostitution sowohl in der Hauptstadt Kabul als auch im Gebiet Mazar-e-Sharif im Norden des Landes floriert haben. Mazar-e-Sharif war in Afghanistan zur inoffiziellen Hauptstadt der Prostitution geworden. So sehr, dass „nach Mazar gehen“ zu einem Inbegriff für Männer in Afghanistan geworden war, die für Sex bezahlen wollten. Eine große Anzahl von Frauen aus China, dem Iran, Pakistan, den Philippinen, Tadschikistan, Uganda und anderen Ländern wurde zur Prostitution nach Afghanistan gebracht. Laut der Abteilung für Sexualverbrechen des afghanischen Innenministeriums wurden in den Jahren 2007 und 2008 jede Woche etwa 2 bis 3 Prostitutionsverhaftungen in Afghanistan vorgenommen. Unter dem ersten Taliban-Regime (1996–2001) wurde Prostitution in Kabul heimlich praktiziert, obwohl sie aufgrund der rigorosen Scharia-Auslegung mit der Todesstrafe bedroht war. berichtet in der Encyclopedia of Prostitution and Sex Work, dass während der ersten Talibanherrschaft die Prostitution gedieh. Prostituierte arbeiteten hauptsächlich in ihren als Qalas bezeichneten Häusern, und in Kabul gab es 25 bis 30 versteckte Bordelle. Mädchen und Frauen werden immer wieder von Verwandten oder Ehemännern gezwungen, sich zu prostituieren. Häufig werden Frauen gefoltert.
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