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Romagna
EntityQ244482· pop 43· linked from 691 articles

historische Region in Italien

Key facts

Settlement.settlement_type
Historical region
Settlement.image_blank_emblem
Caveja.svg
Settlement.blank_emblem_type
Caveja
Settlement.image_map
Romagna geopolitica.png
Settlement.map_caption
Map of the communes of Romagna as of 2021 (RA = province of Ravenna, FC = province of Forlì-Cesena, RN = province of Rimini, RSM = Republic of San Marino)
Settlement.subdivision_type
Country
Settlement.subdivision_name
Italy, San Marino
Settlement.area_total_km2
6,380.6
Settlement.population_total
1,281,243
Settlement.population_as_of
2014
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auto
Settlement.population_demonym
(man) (woman)
Settlement.area_code
IT-45
Settlement.area_code_type
ISO 3166 code

via Wikipedia infobox

Wikidata facts

Population
1281243
Area
6380.6
Image
Vista panoramica dalla fortezza di Bertinoro - Emilia-Romagna - GT 03- 2024-07-01.jpg
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Commons category
Romagna
Sources (3)

via Wikidata · CC0

Article · Deutsch

Die Romagna (deutsch bis zum 19. Jahrhundert auch Romanei) ist eine historische Landschaft in Norditalien zwischen dem Apennin und der Adria, der Republik San Marino und Ravenna, die – mit einer kurzen Unterbrechung – niemals eine politische Einheit darstellte. Bedeutende Städte sind neben Ravenna Imola, Faenza, Cervia, Forlì, Cesena und der Badeort Rimini. Der Name Romagna ist als Romania in langobardischer Zeit entstanden, womit diese das Gebiet bezeichneten, das unter byzantinischer Hoheit verblieben war (Exarchat von Ravenna), im Gegensatz zu den eigenen Besitzungen, der Langobardia oder Lombardei. Mit der als Pippinische Schenkung bezeichneten Urkunde (754/756) gelangte der Kirchenstaat in den Besitz der Romagna, den er über Jahrhunderte hinweg nur schwer gegen die Ansprüche der Kaiser einerseits und der oberitalienischen Städte andererseits durchsetzen konnte. Erst der Verzicht Rudolf von Habsburgs auf die Romagna im Jahr 1278 schuf Klarheit. Von Herrschaft der Kirche über die Landschaft konnte jedoch kaum gesprochen werden, weil ihre feudalen Vikare sehr eigenmächtig waren und die Romagna noch auf mehr als zwei Jahrhunderte mit kleinen Herrschaften durchsetzten. Cesare Borgia, der Sohn des Papstes Alexander VI., versuchte, sich mit der Romagna ein eigenes Herrschaftsgebiet zu schaffen, das Herzogtum Romagna, was ihm in den Jahren zwischen 1499 und 1503 auch gelang. Selbst scheiternd, weil er mit dem Tod seines Vaters unterging, hatte er die alte politische Landschaft zertrümmert. Seine Hinterlassenschaft war ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Konsolidierung des Kirchenstaates. 1509 wurde die Romagna dem Kirchenstaat eingegliedert, bei dem sie bis zum Risorgimento auch blieb. Einzige Ausnahme in den 350 Jahren war die Zeit Napoleons, der die Romagna der Cisalpinischen Republik eingliederte (1797), die 1802 in Italienische Republik umbenannt und 1805 zum Königreich Italien wurde; der Wiener Kongress stellte die alte Ordnung auch hier wieder her. 1859 spaltete sich die Romagna unter einer provisorischen Regierung vom Kirchenstaat ab. Für eine sechsmonatige Übergangszeit bildete die Romagna einen unabhängigen Staat mit eigenem Postdienst, bis sie nach einer Volksabstimmung im März 1860 dem Königreich Sardinien beitrat und dadurch 1861 Teil Italiens wurde. Die Romagna bildet heute mit der Emilia die Region Emilia-Romagna. Zur historischen Romagna gehören die Provinzen Ravenna, Forlì-Cesena, Rimini sowie die Gemeinden Imola, Dozza und das Tal des Santerno in der Metropolitanstadt Bologna.

Abstract from DBpedia / Wikipedia · CC BY-SA

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