used for memory addressing in x86 computer architectures
Als Deskriptor bezeichnet man in Intel-x86-Prozessoren ab 80286 (eingeführt 1982) eine Struktur, welche ein Segment oder eine Funktion im Hauptspeicher beschreibt. Ein Deskriptor hat eine Größe von 8 Byte und beinhaltet die Größe, die Position, die Zugriffsberechtigungen und Verwendung eines Segmentes. Neben den eben beschriebenen Speichersegmenten gibt es auch Systemsegmente, die zum Beispiel eine Betriebssystemfunktion markieren. Deskriptoren kommen ausschließlich im Protected Mode vor und dienen beim 80286 Prozessor dazu, trotz der Registerbreite von 16 Bit, Protected Mode fähiger Software einen Adressraum von 24 Bit und somit bis zu 16 MiB Speicherplatz zur Verfügung zu stellen. Im Real Mode werden Deskriptoren nicht verwenden. Dort haben die Segmente eine konstante Größe von 64 KiB und der maximale Adressbereich ist auf 16 Bit begrenzt, womit ein maximaler Speicher von nur 1 MiB Größe adressiert werden kann. Alle Deskriptoren werden in drei Tabellen eingeteilt. * Die GDT (Global Descriptor Table) kann maximal 8192 Deskriptoren aufnehmen und ist für alle Prozesse verfügbar. * Die LDT (Local Descriptor Table) ist eine Tabelle, die es mehrfach für einen Prozess geben kann und bei denen jeder Prozess seine eigenen LDTs hat. Aber es ist immer nur eine einzige LDT zur gleichen Zeit verfügbar. Bei einem Taskwechsel auf einen anderen Prozess wird auf eine LDT des anderen Prozesses umgeschaltet. Die LDT enthält Speichersegmente die als privat markiert sind und somit ausschließlich nur einem Prozess zur Verfügung stehen. * Die dritte Tabelle ist die IDT (Interrupt Descriptor Table). Sie umfasst 256 Deskriptoren, wofür jeder Deskriptor die Startadresse des jeweiligen Interrupts markiert.
Abstract from DBpedia / Wikipedia · CC BY-SA
Discovered by embedding cosine similarity (sentence-transformers MiniLM, 384-dim).