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Unter Kachexie (altgriechisch κακός kakos ‚schlecht‘ und ἕξις hexis ‚Zustand‘) versteht man eine krankhafte, sehr starke Abmagerung. Kachexie ist ein multifaktorielles Syndrom, das bei verschiedenen chronischen Erkrankungen auftritt. Viele Patienten mit chronischen Krankheiten wie Krebs (50 % bis 80 % der Krebspatienten sind von Kachexie betroffen), AIDS oder Autoimmunerkrankungen leiden an dieser Zusatzerkrankung. Dabei handelt es sich um ein hochkomplexes und noch wenig verstandenes Syndrom, das zu einem unkontrollierbaren Gewichtsverlust führt. Schrumpfende Fettreserven und ein Abbau des Muskelgewebes führen zur Schwächung. Kachexie gilt als einer der Faktoren, die zu einem vorzeitigen Tod beitragen. In Deutschland versteht der Medizinische Dienst der Krankenversicherung (MDK) unter Kachexie einen Body-Mass-Index von unter 18 kg/m². In der von der Sozialmedizinischen Expertengruppe herausgegebenen Kodierempfehlung Nr. 16 definiert der MDK eine Kachexie mit einem BMI unter 18,5 kg/m².
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