
besonders pedantische oder kleinliche Menschen
Korinthenkacker ist ein derb abwertend gebrauchter Ausdruck für einen als kleinlich oder pedantisch erlebten Menschen. Als Synonyme führt der Duden Pedant und Bürokrat an. Die metaphorisch zu verstehende Wortbildung des Kompositums nimmt Bezug auf die Korinthe, eine kleinbeerige getrocknete Rosine. Mit dem pejorativ gebrauchten Ausdruck werden zumeist Personen belegt, deren Vorgehensweise dem Sprecher hinderlich zu sein scheint, ihm jedoch weder formal angreifbar noch inhaltlich widerlegbar erscheint. Aus Sicht des Beleidigenden will der Korinthenkacker Dinge bis ins Kleinste beschreiben oder regeln. Dabei können die Darstellungen und Sichtweisen durchaus richtig sein, doch wirken sie als Pedanterie oder Korinthenkackerei (Betonung auf -ei) und werden oftmals als rechthaberisch empfunden. Der Ausdruck ist im gesamten deutschen Sprachraum bekannt. Regional verbreitete Ausdrücke mit ähnlicher Bedeutung sind beispielsweise Krümelkacker, Erbsenzähler, Beckmesser, Griffelspitzer und (in Südbaden und der Schweiz) Dippelschisser, Tüpflischisser oder Pünktlischiesser. In Österreich wird daneben der Ausdruck i-Tüpferl-Reiter verwendet. Modellbauer sprechen auch vom Nietenzähler. Ins Niederländische übertragen hat das Wort eine andere Denotation. Hier ist mit Krentenkakker – als wörtlicher Übersetzung von „Korinthenkacker“ – eher ein geiziger Mensch gemeint, wohingegen ein pedantischer Mensch als Muggenzifter („Mückensieber“) oder als Mierenneuker („Ameisenficker“) beschimpft wird, ähnlich dem Flueknepper („Fliegenficker“) im Dänischen oder dem Pilkunnussija („Kommaficker“) im Finnischen. Das englische nitpicker bezieht sich nicht auf Niet, sondern Nissen (Eihüllen von Läusen).
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Discovered by embedding cosine similarity (sentence-transformers MiniLM, 384-dim).