Konzept in der politikwissenschaftlichen Teildisziplin Internationale Beziehungen
Versicherheitlichung (englisch Securitization, manchmal auch Sekurisation genannt) ist ein Konzept in der politikwissenschaftlichen Teildisziplin Internationale Beziehungen. Der Begriff beschreibt, dass ein Sachverhalt als Sicherheitsproblem wahrgenommen oder zu einem gemacht wird. Dieses „auf die Sicherheitsagenda setzen“ kann dazu führen oder mit dem Ziel verfolgt werden, einen größeren Handlungsspielraum bei der Bearbeitung dieses Sachverhalts zu erlangen und weitreichendere Maßnahmen politisch durchsetzen zu können. Das Konzept wurde von Vertretern der Copenhagen School of Security Studies – Barry Buzan, Ole Wæver und Jaap de Wilde – in ihrem Buch „Security. A New Framework for Analysis“ (1998) geprägt. Die Wahrnehmung von Sicherheit oder Gefahr und Bedrohung bleibt dabei in einen Kontext gebunden, der von immateriellen, idealistischen oder subjektiven Faktoren beeinflusst wird. Erfolgreiche Versicherheitlichungen müssen vom relevanten Publikum akzeptiert werden, ansonsten bleibt es beim Versuch der Versicherheitlichung. Buzan und Wæver sowie diverse andere Autoren sehen Versicherheitlichung von einer normativen Perspektive aus als negativ an, da sie zum Brechen etablierter politischer Regeln, etwa der Aushandlung und demokratischen Mitbestimmung, führen können.
Abstract from DBpedia / Wikipedia · CC BY-SA
via Wikidata sitelinks · CC0
Discovered by embedding cosine similarity (sentence-transformers MiniLM, 384-dim).