A sequon is a sequence of consecutive amino acids in a protein that can serve as the attachment site to a polysaccharide, frequently an N-linked-Glycan. The polysaccharide is linked to the protein via the nitrogen atom in the side chain of asparagine (Asn). The sequon for N-glycosylation is either Asn-X-Ser or Asn-X-Thr, where X is any amino acid except proline, Ser denoting serine and Thr threonine. Occasionally, other amino acids can take the place of Ser and Thr, such as in the leukocyte surface protein (CD69), where the amino acid sequence Asn-X-Cys is an acceptable sequon for the addition
Ein Sequon ist eine Sequenz von aufeinanderfolgenden Aminosäuren in einem Polypeptid, die als Anheftungsstelle für ein Polysaccharid dienen kann, häufig ein N-verknüpftes Glycan. In diesem Fall wird das Glycan über das Stickstoffatom in der Seitenkette von Asparagin (Asn) an das Protein gebunden. Sequons für die N-Glykosylierung bestehen meist aus drei Aminosäuren mit der Konsensussequenz Asn-X-Ser oder Asn-X-Thr, wobei X eine beliebige Aminosäure außer Prolin sein kann, Ser für Serin und Thr für Threonin steht.Gelegentlich können andere Aminosäuren die Stelle von Ser und Thr einnehmen, wie etwa im Leukozyten-Oberflächenprotein CD69, wo die Erkennungssequenz Asn-X-Cys ein akzeptables Sequon für die Anheftung N-verknüpfter Glycane ist. Ein Sequon ist jedoch weder eine notwendige noch eine hinreichende Bedingung für die Glykosylierung. In manchen Fällen werden Glycane an Asparagin-Seitenketten geknüpft, die nicht in einem Sequon liegen. In sezernierten Proteinen liegen ungefähr ein Drittel der Asn von Sequons nicht glykosyliert vor. In der gentechnischen Praxis werden künstliche Glykosylierungsstellen, also Sequons, in einem Polypeptid häufig mithilfe der ortsgerichteten Mutagenese erzeugt. Durch gezielte Insertionen oder Austausche in der Basensequenz einer codierenden Nukleinsäure kann man die codierte Aminosäuresequenz des Polypeptids derart abändern, dass danach neue effektive Sequons auftreten oder aber vormals bestehende Sequons unkenntlich werden. In der anschließenden posttranslationalen Prozessierung werden die neu hinzugekommenen Glykosylierungsstellen erkannt bzw. die entstellten Anheftungsstellen ignoriert, sodass das fertig prozessierte Polypeptidprodukt (Protein) ein verändertes, künstlich geschaffenes, Glykosylierungsmuster aufweist. Dies kann beispielsweise von Nutzen sein beim Design potentieller Antigene zur Erzeugung eines Impfstoffs, so etwa eines Dengue-Virus-Impfstoff gegen Dengue-Virus oder Zika-Virus.
Abstract from DBpedia / Wikipedia · CC BY-SA
Discovered by embedding cosine similarity (sentence-transformers MiniLM, 384-dim).