geschnitzte Figuren aus Japan zur Befestigung von Taschen an Gürteln
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Netsuke (japanisch 根付) sind kleine geschnitzte Figuren aus Japan. Sie dienten als Gegengewicht bei der Befestigung eines (‚hängendes Behältnis‘) wie z. B. eines Inrō, einer flachen, kleinen, mehrteiligen Lackholzdose am Obi des taschenlosen Kimono. Bevorzugtes Material waren ursprünglich Wurzelholz, Elfenbein, aber auch Wal- und Walrosszähne, Holz, insbesondere Buchsbaum, Bambus, Hirschhorn und weitere. Sie entstanden im ausgehenden 17. Jahrhundert mit dem Erstarken des Bürgertums und hielten sich bis in die 1880er Jahre, als der Kimono als Alltagskleidungsstück außer Gebrauch geriet. Als Kunstobjekte werden sie jedoch bis in die Gegenwart hergestellt. Dargestellt wurden mythologische Figuren, insbesondere die Sieben Glücksgötter, Tiere, Blumen, Früchte sowie Gegenstände und Szenen aus dem Alltag. Einer der berühmten Netsuke-Schnitzer (Netsukeshi) war Masanao aus der Kyōto-Schule. 2010 wurde Edmund de Waals Familiengeschichte The Hare with the Amber Eyes: a Hidden Inheritance veröffentlicht. Der Titel bezieht sich auf eine der 264 Netsuke-Figuren, die de Waal von seinem Großonkel Iggy (Ignaz/Ignace) Leo Ephrussi geerbt hatte. 2011 erschien das Werk auf Deutsch unter dem Titel Der Hase mit den Bernsteinaugen. Das verborgene Erbe der Familie Ephrussi und wurde ein Bestseller.
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